Samstag, 5. März 2016

Von singenden Messern und Leuten, die gefunden werden.

Kurzrezensionen.
Weil ich faul bin und ich nicht genug richtige Worte gefunden habe.

Titel: Wenn ihr uns findet
Reihe: Einzelband
Autor: Emily Murdoch
Seiten: 304
Preis: 15,99 € (gebunden)
Altersempfehlung: ab 14 Jahre (Empfehlung des Verlags)


Carey und ihre kleine Schwester Jenessa leben seit Jahren im Wald, in einem Wohnwagen und oft wochenlang allein ohne ihre Mutter. Als Careys und Jenessas Vater die Mädchen zu sich und seiner neuen Familie holt, finden die Tage im Wald ein jähes Ende. Zu jäh für die fünfzehnjährige Carey, die sich daran gewöhnt hat, sich und ihre Schwester durchzubringen und zu beschützen, koste es, was es wolle. Dass der Preis dafür mitunter sehr hoch war, begreift sie erst jetzt durch die liebevolle Anteilnahme ihres Vaters. Weil sie das Geheimnis, das auf ihrem Herzen lastet, nicht für immer verdrängen kann.
Das liebevolle Schwesternverhältnis gefiel mir sehr gut und auch die Entwicklung außerhalb des Waldes. Das Buch ließ sich schnell und leicht lesen, allerdings war die Story für mich vorhersehbar und das Careys großes Geheimnis war schlimm, keine Frage, aber es schockierte mich wenig,  in Anbetracht der Bücher, die ich mir sonst so reinziehe. Das Tabuthema wurde quasi in 
Wer da weniger hardcore drauf ist, wird mit dem Buch sicher seine Freude haben.

Titel: Singende Messer
Reihe: Einzelband
Autor: Anja Buchmann
Seiten: 308
Preis: 9,95 € (Taschenbuch)
Altersempfehlung: ab 14 Jahren (meine Empfehlung)
Audrey ist eine Waise und wächst unter Jungen in der königlichen Kampfschule auf. Dort lernt sie nicht nur die Kunst des Kampfes, sondern macht sich auch eine innere Härte zueigen. Als sie jedoch die Kampfschule verlässt und auf den Kämpfer Ondra trifft, muss sie erkennen, dass ihre vermeintliche Stärke die Gefahr birgt, daran zu zerbrechen. Wird es Ondra gelingen, Audreys Herz zu erreichen? Und wie wird Audrey die Wahrheit über ihre Herkunft verkraften?

Ich bin bei Selfpublishing aus Prinzip etwas vorsichtiger. Nachdem ich Anja Buchmann aber auf einer Lesung getroffen habe, bei der wir beide unsere Gedanken über Leipziger Zukunftsvisionen vorstellten. Als wir uns dann auf der Buch Berlin zufällig wieder über den Weg liefen, habe ich mir selbst zu Weihnachten zwei Bücher von ihr bestellt.
Der Schreibstil hat mich angenehm überrascht, da er sehr sicher und vielfältig war. Teilweise wirkte er etwas gestelzt, was ich aber der Orientierung der Welt am Mittelalter zuschreibe. Abgesehen davon konnte ich zu den Hauptpersonen weniger Beziehung aufbauen, das Buch kam mir mehr wie eine unpersönliche Erzählung vor. Insgesamt ein netter, solider Fantasyroman ohne viele Überraschungen.

Ein bisschen weniger schlechtes Gewissen wegen der Rezensionen hat
MissDuncelbunt.

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