Freitag, 4. Dezember 2015

Rezension - Walled City

Titel: Walled City
Reihe: Einzelband
Autor: Ryan Graudin
Verlag: Rohwohlt 
Seiten: 432
Preis: 16.99 € (Hardcover)
Altersempfehlung: ab 14 Jahre (Empfehlung des Verlags)
JIN schlägt sich als Junge verkleidet durch die ummauerte Stadt Hak Nam. Sie muss ihre Schwester Mei Yee finden, die von der Bruderschaft des Roten Drachen gefangen gehalten wird.
MEI YEE befindet sich in der Hand des schrecklichen Longwai, des Anführers der Bruderschaft. Eines Tages steht der fremde Junge Dai vor ihrem Fenster und verspricht ihr, sie zu befreien.
DAI stammt aus reichen Verhältnissen, muss Longwai jedoch innerhalb von 18 Tagen das Handwerk legen, wenn er selbst dem Gefängnis entkommen will. Dafür braucht er Mei Yee. Und Jin.
Gemeinsam stellen sich die drei Jugendlichen der schier übermächtigen Bruderschaft des Roten Drachen.
Doch die Zeit läuft ...

Es gibt drei Überlebensregeln in der Stadt Hinter den Mauern: Lauf, so schnell du kannst. Traue niemandem. Trag immer ein Messer bei dir.

Das Cover gibt einen ersten Hinweis auf die Beklemmung, die Dunkelheit und die Kämpfe in der Stadt hinter den Mauern. Die drei Überlebensregeln bestimmen die Geschichte und somit passt die Gestaltung sehr gut.

Jin, Mei Yee und Dai sind alle aus verschiedenen Gründen in der Stadt Hinter den Mauern und alle müssen ihre eigenen Kämpfe austragen. In einer gesetzlosen Stadt entwickeln sie alle eine Stärke, von der sie selbst noch nichts ahnten, und geben auch in hoffnungslosen Situationen ihre Träume nicht auf.
Für jede Figur wurden die richtigen Worte gefunden und Schwächen und Stärken authentisch beschrieben, sodass man mit ihnen sowohl Leid als auch Freude teilen konnte. Wobei es hauptsächlich Leid war. 

Eine Stadt Hinter Mauern, die vom "Abschaum" der Gesellschaft bewohnt wird und sich ihre eigenen Gesetze schafft - das ist Hak Nam. Ehemals Festung, nun von der glitzernden Jenseitigen Stadt sich selbst überlassen. Eine solche Stadt gab es tatsächlich einmal, ein Stadtteil von Hong Kong, beherrscht von einer kriminellen Organisation.
Durch den Bezug zur Realität gewinnt das interessante Setting ein Stück an düsterer und beklemmender Atmosphäre.
Vor diesem Hintergrund liest man in rasantem Schreibstil von Jugendlichen, die über sich selbst hinauswachsen und für ihre Ziele, ihre Träume und ihr Leben kämpfen.
Das die Geschichten aus den Sichten von Jin, Dai und Mei Yee geschildert wird, verleiht ihr zusätzliche Spannung, da jeder Charakter etwas weiß, das der andere nicht weiß. So laufen die drei Handlungsstränge parallel, kreuzen sich immer wieder und führen am Ende in einem etwas unübersichtlichen Finale zusammen. Unübersichtlich deshalb, weil alle Drei Pläne haben, die irgendwie scheitern und am Ende passt trotzdem alles zusammen.

Fazit: Fesselnd erzählte Geschichte vor einem interessanten Setting

Ich bedanke mich beim Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Den Wikipedia-Artikel zu Hak Nam lesen geht
MissDuncelbunt.

Kommentare:

  1. Aaaaah, du hast das Buch gelesen und wie ich sehe, konnte es auch dich begeistern ! Fein, frein. Schöne Rezi.
    Liebst,
    Hibi

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    1. Ich muss mich in Zukunft vor deinen Buchempfehlungen hüten, die belasten meine Wunschliste :P

      Liebe Grüße ;)

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