Dienstag, 22. Dezember 2015

Duncelbunte Gedanken - Wilde Hunde

Titel: Wilde Hunde
Reihe: Einzelband
Autor: Markus Zusak
Verlag: cbj
Seiten: 368
Preis: 6.99 € (Taschenbuch)
Altersempfehlung: ab 12 Jahre (Empfehlung des Verlags)
Ruben und Cameron Wolfe leben am Rande. Am Rande Sydneys, am Rande des Wohlstands. In einer Welt der Buchmacher und dubiosen Boxmatches, der Armut und der Arbeitslosigkeit. Als die Brüder das Angebot bekommen, mit illegalen Kämpfen ein paar Dollar zu verdienen, ergreifen sie es. Und sie kämpfen. Für ihre Identität, ihren Stolz und füreinander. Doch dann verliebt sich Cameron – in Octavia, die Freundin von Ruben, das erste Mädchen, das ihn glücklich macht …

Nicht so boom wie Die Bücherdiebin, nicht so hachz wie Der Joker. Doch der einzigartige Schreibstil von Markus Zusak schlägt auch in Wilde Hunde zu. Die Metaphern sind kantiger, heruntergebrochen auf die harte Realität der Familie Wolfe. Wie Ruben und Cameron kämpfen sie um ihre Daseinsberechtigung. Doch während Rube ein Sieger von Natur aus ein Sieger, ist Cameron allenfalls der Underdog im Schatten seines Bruders. 

Der Klappentext ist übrigens Mist.
Die Boxkämpfe beschreiben den ersten Teil des Buches, in dem klargestellt wird, das Ruben die Hierarchie der Heruntergekommenen der König ist. Cameron steht genau am anderen Ende. Trotzdem stehen die beiden Brüder immer füreinander, wobei das im ersten Teil des Buches vor allem bedeutet, dass Ruben Cameron verteidigt. 
Im zweiten Teil taucht dann das Mädchen auf. Doch statt Gegenstand eines Bruderkampfes zu werden, ist Octavia Camerons Anstoß zur Weiterentwicklung. Er lernt, zu siegen. Rube dagegen muss lernen, wie es ist, zu kämpfen. Und dabei müssen die Beiden vor allem eins: Brüder bleiben.

Fazit: Nicht schlecht. Aber nicht Zusaks stärkstes Werk. 

Zu dusselig für Abschlusstexte ist
MissDuncelbunt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Danke für deinen Kommentar ♥