Freitag, 17. Juli 2015

Rezension - Breakout


Titel: Breakout
Reihe: Einzelband 
Autor: April Henry
Buchverlag: Beltz (Gulliver)
Seitenzahl: 192
Preis: 7.95€
Altersempfehlung: ab 14 Jahre (Empfehlung des Verlags)

Cassies Stiefvater Rick ist Psychiater. Drei seiner jugendlichen Patienten nahmen sich unter mysteriösen Umständen das Leben. Kein Zufall, glaubt Cassie, und durchsucht heimlich die Patientenakten. Alle drei Verstorbenen erhielten die Verhaltensdroge Socom - ohne Erlaubnis von Eltern oder Behörden. Doch ehe Cassie Ricks illegale Experimente an eine Journalistin verraten kann, lässt er die Stieftochter in das Erziehungscamp “Peaceful Cove” einweisen. Dort beginnt die Hölle: eiserner Drill, Beruhigungsmittel und ständige Überwachung. Aber Cassies Willen kann niemand brechen. Schnell gewinnt sie eine Verbündete und zusammen planen die Mädchen den Ausbruch ...
Als Cassie Streng die derbe Hand auf ihrem Mund spürte, wurde ihr klar, dass dies alles wirklich geschah.

Das Licht-und-Schatten-Spiel der Gitter auf dem Cover gefällt mir sehr gut. Die Treppen erwecken zwar keine Atmosphäre eines Gefängnisses, dafür aber von Flucht, ist daher also passend gewählt. 

Cassie Streng muss mit dem neuen Freund ihrer Mutter und dem daraus resultierenden Umzug klarkommen. Auf ihrer neuen Schule hat sie noch nicht wirklich Freunde gefunden, bis auf den Sonderling Thatcher. Als Cassie die Socom-Sache entdeckt, ist er ihr einziger Ansprechpartner.
Die Freundschaft zwischen den Beiden entwickelte sich meiner Meinung nach trotzdem zu schnell. Cassies Vertrauen in Thatcher irritierte mich vor allem deshalb, weil sie ihn als erste "Amtshandlung" der Freundschaft in ein sehr gefährliches Geheimnis einweihte.

Im Gefängnis erweist sich Cassie dann als clever und mutig, doch ich bin der Meinung, dass sie es nicht gewesen wäre, wären ihre Gefängnisfreundin Hayley und die Machenschaften ihres Stiefvaters nicht gewesen. Nur deshalb entwickelt sie den eisernen Willen, der sie letztendlich ausbrechen lässt. Abgesehen davon empfand ich Cassie als oberflächlich ausgearbeitet, doch auf der geringen Seitenzahl war auch nicht wirklich Platz für Charakterentwicklung.

Ich bin der Meinung, dass viel Potenzial bezüglich Spannung verschenkt wurde. Die Entdeckung des Socom-Betrugs, Cassies Beziehung zu Thatcher, Cassies entstehende Fluchtgedanken in der Erziehungsanstalt "Peaceful Cove" und vor allem die letztendliche Flucht an sich  hätten ein beachtliches Spannungspotenzial entfalten können, wären sie besser ausgearbeitet gewesen. Ebenso hat mir charakterliche Tiefe der Hauptpersonen gefehlt.

Nichtsdestotrotz reißt die Handlung einen aufgrund des flüssigen Schreibstils beim Lesen mit. Die durchaus interessante Story wurde leider auf zu wenigen Seiten erzählt.
Ich bedanke mich bei Beltz & Gelberg für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Nach dem Lesen von Verfolgungsjagden geträumt hat
MissDuncelbunt.

Kommentare:

  1. Kennst du "Bootcamp" von Morton Rhue? Das behandelt auch das Thea Erziehungscamps, in dem Fall mit mehr als schockierenden Maßnahmen, und weil ich bezweifle, dass "Breakout" diesem Buch gleich kommen würde ... Jedenfalls was das Camp selbst betrifft. ^^

    Ganz liebe Grüße ♥♥♥

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    1. Da bin ich mir sicher ^^ Das Buch selber kenne ich zwar nicht, aber ich hab das Erziehungscamp bei "Breakout" jetzt nicht als thrillermäßig schlimm empfunden. Klar, es war nicht als Thriller ausgeschrieben, aber es hat mich nicht so wirklich schocken können.

      Liebe Grüße :)

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    2. Gut, "Bootcamp" ist schon ein Thriller und auch dezent ein Pageturner. :x Und schockierend. ^^
      Ich schätze mal, hier lag der Fokus auch mehr auf dem Ausbruch und dem Betrug. ^^

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    3. Na vielleicht merke ich mir das Buch mal vor :D

      Eigentlich gab es nicht mal etwas, das man als Fokus bezeichnen könnte. Irgendwie... keine Ahnung. War alles gleichwertig beschrieben, was schade war, weil eben Potenzial da war ^^'

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Danke für deinen Kommentar ♥