Freitag, 3. April 2015

Duncelbunte Gedanken - Unearthly 2: Heiliges Feuer

Dies ist keine ernsthafte Rezension, sondern allein meine persönliche, subjektive Meinung.
Titel: Heiliges Feuer
Reihe: Unearthly 2
Autor: Cynthia Hand
Buchverlag: Rowohlt Verlag
Preis: 9.99€ 
Altersempfehlung: ab 12 Jahre (meine Empfehlung)




Die 16-jährige Clara ist ein Schutzengel, mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, dazu ausersehen, Menschen zu retten. Nicht so einfach, wenn man mitten unter ihnen lebt und nicht auffallen darf. Ihre erste Mission, einen Jungen aus dem Feuer zu retten, misslang. Claras Schwäche blieb nicht unentdeckt: Die schwarzen Engel - gefallene Seelen, die die Welt mit Traurigkeit überziehen - wollen Clara auf ihre Seite ziehen. Leider nicht ihr einziges Problem. Denn jemand, der ihr sehr nahesteht, soll in den nächsten Monaten sterben. Clara ahnt: Das Feuer war nur der Anfang.

Auf die Unearthly-Trilogie bin ich überhaupt gekommen, weil ich der Meinung bin, um sich über Engel als Fantasybüchern zu beschweren, muss man wenigstens ein Engelbuch gelesen haben. Und meine Wahl fiel auf Unearthly. Schon mit dem ersten Teil bin ich nicht warm geworden und der zweite Teil konnte daran leider nicht viel ändern. 

Für meinen Geschmack ist das Buch zu klischeebehaftet, auch wenn die Anfangsklischees mit der wunderhübschen Neuen an der Schule durchgestanden sind. Dafür wurde jetzt das Liebesdreieck ausgebaut, was mir so gar nicht gefallen hat. Wenn schon Liebesdreieck, dann möchte ich mich wenigstens für eine Seite entscheiden können und mitfiebern, ob die Prota sich nun für meinen Liebling entscheidet oder nicht. Bei Christian und Tucker war es mir, ehrlich gesagt, völlig egal.

Zudem ist mir zu wenig passiert in diesem Buch. Klar, alles drehte sich um die Erfüllung von Claras zweiter Vision, aber das war nicht wirklich spektakulär. Noch ein bisschen Drama mit Jeffrey, noch ein bisschen Drama wegen Tucker und Christian und eine Riesenportion Emotionalität und Gefühle - die mich total kalt gelassen haben. Ich kann weder mit Clara noch mit Jeffrey oder sonst irgendwem mitfühlen, sodass es mir gleichgültig war, ob Clara nun leidet oder nicht. 

Apropos Jeffrey - meine Vorahnung ihn und seine Mission betreffend hat sich bewahrheitet. Und auch Claras Engelstatus war (für mich) vorhersehbar. Ich mag so was überhaupt nicht, weil ich irgendwie immer das Gefühl habe, hier ist eine Möglichkeit verloren gegangen, den Leser zu überraschen. 

Der Schreibstil blieb solide und flüssig, trotzdem hab ich immer wieder Seiten nur überflogen, weil mich die genaue Ausführung von Claras Gedanken einen feuchten Dreck interessiert hat. Deshalb bin ich auch relativ schnell durchgekommen. 

Letzter Meckermotzpunkt: Die Namen, mit denen die Engelsachen bezeichnet wurde. Keine Ahnung, wie sie im Original benannt wurden, aber ich finde die Worte "Quartarius" und "Dimidus" und "Triplar" so fürchterlich. Diese nicht unüblichen  Spielereien mit dem Lateinischen stören mich ja eigentlich nicht, aber wenn man solche lächerlichen Wörter draus macht, dann möchte ich das Buch sofort wieder weglegen.
Die Krönung dieser ganzen Sache war das Wort "Engellisch". Dazu sage ich nichts weiter, sonst muss ich mich übergeben. 

Entschuldigt bitte das Gemecker. Das musste raus :x

Ein bisschen ein schlechtes Gewissen hat
MissDuncelbunt. 

Kommentare:

  1. Oh je da klang deine Rezi zum ersten Teil ja noch freundlicher, ich nehm mal an den dritten Teil wirst du dir sparen :D Also ich habe nach dem ersten Teil ja eigentlich sehr viel Lust, weiterzulesen. Im ersten Teil hat mich das etwas Vorhersehbare gar nicht gestört und solange man so schnell durchkommt, wie im ersten Teil, bin ich eigentlich zufrieden. Klingt nur nicht gerade so als würde so mega viel passieren, außer das man vielleicht was über Jeffreys Mission erfährt. Gab es keinen wirklichen Höhepunkt? Obwohl ich wirklich gern mehr über Jeffrey erfahren würde, ich habe über seine Mission so gar keine Theorie ... und nach dem ersten Teil bin ich eigentlich eher für Tucker :D

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    1. Da hast du Recht, den dritten Teil werde ich mir nicht kaufen :D Ich habe im Spoilerparadies gelesen, was passiert und dachte: "Neeeeeein... sicher nicht."
      Für mich persönlich gab es keinen Höhepunkt. Samjeeza sorgt ein bisschen für Action, aber hauptsächlich geht es um Jeffreys und Claras Familie. Das ist eher vom Typ "Dramatische Enthüllung" statt vom Typ "Action und Spannung". Wenn dich das nicht stört, kannst du das Buch trotzdem sehr gut lesen, der Schreibstil bleibt gleich flüssig :)
      Ich war nach dem ersten Teil auch mehr für Tucker. Allerdings kam es mir so vor, als ob die Autorin dem im zweiten Teil bewusst entgegen wirken wollte, und als mir das so aufgefallen ist, war es mir dann wurscht :D

      Ich hoffe wirklich, ich hab dir die Reihe nicht gänzlich versaut :x
      Liebe Grüße :)

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