Dienstag, 17. März 2015

Duncelbunte Gedanken - Unearthly 1: Dunkle Flammen

Quelle

Titel: Dunkle Flammen
Reihe: Unearthly 1
Autor: Cynthia Hand
Buchverlag: Rowohlt Verlag
Preis: 9.99€ 
Altersempfehlung: ab 12 Jahre (meine Empfehlung)




Clara ist anders als all die anderen Mädchen auf der Highschool: Ihre Mutter gehört zu den Nephilim. Auch in Claras Venen fließt Engelsblut. Mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, wird sie selbst zu einem Schutzengel werden. Vorausgesetzt, sie besteht ihre Bewährungsprobe. Doch die ist schwieriger als erwartet: Clara muss sich entscheiden – zwischen Himmel und Hölle, zwischen Christian und Tucker ... Quelle

Nur um mitreden zu können beschloss ich vor einer Weile (*husteineinhalbjahrehust*), mir auch mal ein Engelbuch anzutun, und meine Wahl fiel auf Unearthly.

Abgesehen davon, dass ich es mit „typischen“ Fantasywesen wie Vampiren, Werwölfen, Einhörnern oder eben Engeln ohnehin schwer habe, war dieses Buch in dieser Hinsicht schon echt harter Tobak. Die Klischees sind buchstäblich zwischen den Seiten hervorgetropft und stellenweise hatte ich wirklich das Bedürfnis, mich zu übergeben. Da haben wir zuerst einmal die Aschenputtel-Hauptperson (die den Namen Clara trägt): Absolut hochbegabt und die Beste in allem, ist sie natürlich von ihrer unüberwindbaren Hässlichkeit und Unfähigkeit absolut überzeugt. Dann folgen die beiden obligatorischen Kerle fürs Liebesdreieck: Auf der einen Seite Christian, der strahlende Held, der bei seinem Ritt auf dem weißen Ross leider jeglichen Charakter verloren hat, und auf der anderen Seite Tucker, eine der wenigen erträglichen Personen in diesem Buch.
Kaum jemand hat überhaupt irgendwelche Eigenschaften, die man nicht der Mary Sue- oder Gary Stu-Sparte zuordnen könnte. Das ganze Buch was so ekelhaft schnell, vorhersehbar und abgekaut (obwohl ich solche Bücher gar nicht so oft zu mir nehme...), dass ich nur dank dem oberflächlichen, lockerflockigen Schreibstil bis zum Ende durchgehalten habe.


Ein kleines Beispiel gefällig? Folgende Situation: Clara sitzt zum ersten Mal auf einem Pferd. Dieses Pferd ist ein 30-jähriges Schulpferd. Aus Gründen „tritt Clara dem Pferd sanft in die Seiten“, woraufhin das Pferd sofort in rasenden Galopp verfällt. Clara, ganz die Unscheinbare, ist natürlich  eine perfekte Reiterin und legt eine beeindruckende Show hin. HALLOOOO??
Abgesehen davon, dass ein Pferd nach 30 Jahren, von denen mindestens 20 Schulbetrieb waren, definitiv das Gnadenbrot verdient hat und keine Reitanfänger, ist es natürlich unglaublich realistisch, dass Clara sofort perfekt galoppieren kann. Ohne irgendwie Angst zu haben oder überhaupt zu wissen, welche Hilfen man dafür geben muss. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man Pferden nämlich überhaupt nie in die Seiten tritt, egal ob da sanft steht oder nicht.
(Merkt man sehr, dass die Darstellung des Reitens in solchen Büchern mich unglaublich aufregt? xD)

Über die Darstellung des Reitens in manchen Büchern regt sich gaaar nicht auf
MissDuncelbunt.

Kommentare:

  1. Hey =)

    Ich gebe zu ich habe die Trilogie komplett gelesen und fand es gar nicht mal so schlecht, so im groben und ganzen. Was aber die Klischees angeht, kann ich dir voll & ganz zustimmen ... da hast du echt ne gute Szene als Beispiel ausgesucht XD Und nein, an tritt keine Pferd in die Seiten *grrr* ich werd auch immer fuchtig wenn ich sowas lese XD

    liebe Grüße, Mikki

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    1. Hey :)

      Ich bin gespannt, was der zweite Teil bringt, den hab ich auch noch ungelesen im Regal :D
      Vor allem dachte ich mir ganz am Anfang des Buches: "Irgendwann fängt sie an zu Reiten, ich wette. Und ich wette, sie ist auch noch sau gut..." Irgendwie habens die Autoren mit dem Reiten :D

      Liebe Grüße :)

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  2. Ich überlege gerade, ob das dreißigjähriges Pferd nicht mittlerweile soweit abgestumpft ist (wenn da anscheinend gerne Reitanfänger draufgelassen werden), dass es selbst mit Sporen nicht in rasenden Galopp, sondern maximal in einen schnellen Trab fallen würde ... Na ja.
    Ich persönlich finde Reiten in Filmen ja noch amüsanter. xD Erst hauen sie dem Pferd die Hacken soweit ins Fell, dass auch ein dreißigjähriges Pferd alles andere als begeistert wäre, sowieso, diese übertriebenen, vollkommen sinnlosen Zügelbewegungen ("hüh" - ja, nee, alles klar) und die Leute, die in Westernfilmen immer schön halb Englisch reiten. ;D
    Hoffen wir mal, dass das niemand als Vorbild nimmt. ^^

    Aber zurück zum Buch: Das stand ja mal auf meiner Wunschliste, aber du hast gerade voll und ganz bestätigt, dass es gut war, es da runterzuschmeißen. ;) Immer diese geliebten Klischees ...

    Ganz liebe Grüße ♥♥♥

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    1. Da hast du Recht, das ging mir auch durch den Kopf.
      Hühjaaaa! Auf, im Galopp in den Sonnenuntergang! Oder besser wilde Verfolgungsjagden neben LKWs her :D
      Mit der Vorbildfunktion muss man vorsichtig sein! Wegen solchen Filmen wollen kleine Kinder Reiten lernen und sind dann ganz enttäuscht. Oder noch besser, Barbiefilme oder sowas :D Oder Yakari xD

      Ja, man kann sein geld sinnvoller ausgeben :D
      ♥♥♥

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  3. Huhu :)

    Danke! Ich hab immer mal wieder überlegt, ob "Unearthly" etwas für mich ist - jetzt weiß ich mit Sicherheit, dass es niemals den Weg in mein Regal finden wird. :D

    Viele liebe Grüße,
    Elli

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    1. Hey :)

      Anscheinend verleide ich gerade allen Menschen das Buch xD Zum Drüber lachen ist es gut :D

      Liebe Grüße :)

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  4. Ich hab dieses Buch auch erst diesen Monat gelesen und habe es mir deutlich schlimmer vorgestellt, irgendwie langweiliger und kitschiger. Klar war es ziemlich vorhersehbar und klischeebelastet, aber mich hat es in dem Buch gar nicht mal so sehr gestört. Der Schreibstil war nämlich wirklich lockerflockig und es hat sich so schnell lesen lassen, dass ich auf jeden Fall Lust auf die anderen beiden Teile habe :D
    Aber klar konnte Clara als Engel alles ziemlich gut, aber mir kam es gar nicht so vor, als würde sie sich selbst total hässlich finden. Klar, die orangenen Haare, aber sonst hat sie sich doch gar nicht so sehr in Selbstmitleid gesuhlt wie viele andere Protagonistinnen ... wie unterschiedlich man sowas doch auffassen kann :D

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    1. Wahrscheinlich war ich dann auch stark voreingenommen, als ich die Klischees bemerkt habe, und hab mich dann gar nicht mehr so sehr auf die Story konzentriert :x
      Aber Geschmäcker sind ja verschieden :)

      Ich lese im Moment auch den zweiten Teil und habe da so eine Theorie im Hinterkopf. Bin gespannt, was da raus kommt :D
      Aber die eine Entwicklung war wirklich vorhersehbar, und als es so gekommen ist, wie ich dachte, da war ich wirklich sauer xD

      Liebe Grüße :)

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