Sonntag, 9. November 2014

Rezension - The Diviners: Aller Anfang ist böse

Ich bedanke mich bei Der Audio Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

The Diviners: Aller Anfang ist böse


New York, 1926: Wegen eines kleinen "Zwischenfalls" wurde Evie O'Neill aus ihrer langweiligen Kleinstadt ins aufregende New York verbannt. Dort genießt sie das wilde Partyleben, bis ein seltsamer Ritualmord die Stadt erschüttert - und Evie über ihren Onkel, den Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes plötzlich mitten in den Mordermittlungen steckt. Schon bald weiß sie mehr als die Polizei. Denn Evie hat eine geheime Gabe, von der niemand wissen darf: Sie kann Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Doch sie hat keine Ahnung, mit welch entsetzlicher Bestie sie es zu tun bekommt … Quelle
Ein Spätsommerabend. In einem vornehmen Stadthaus in der gefragten Upper East Side von Manhatten herrscht Festbeleuchtung.

Das Cover zeigt, zumindest zur Hälfte, eine junge Frau im Flapper-Stil, mit einer Pentakel-Karte in der Hand. Somit wird das Wesen der Geschichte perfekt zusammengefasst :)

Die Geschichte wird aus der Sicht vieler verschiedener Personen erzählt, am meisten hat aber Evie O'Neill das Wort. Hach, Evie ^-^
Sie ist ein schwieriger Charakter, sehr komplex ausgearbeitet. Das gefällt mir supergut, vor allem handelt Evie wirklich IMMER entsprechend ihrer extrovertierten, spaßorientierten Art - konsequent in Situationen, in denen Charaktere normalerweise in den "DasistwichtigfürdieStoryichmussjetztsohandeln"-Modus schalten. Nein, Evie bleibt sich treu - allerdings kommt ihre anstrengende Art manchmal auch raus aus der Geschichte und geht dem Leser auf den Keks. Das hält sich glücklicherweise in Grenzen.
Auch die anderen Charaktere sind interessant und mit individuellen Geschichten ausgestattet, allerdings teilweise überflüssig.

Von vornherein: Ich glaube, ein 700-Seiten-Buch eignet sich nicht allzu gut für eine ungekürzte Lesung. 
Denn dadurch zieht sich die Geschichte stellenweise und der atmosphärische Schreibstil verliert an Wirkung. Das ist schade, eine gekürzte Lesung hätte es auch getan. 
Abgesehen davon hat mir die Geschichte an sich aber sehr gut gefallen. Die Handlung spielt im Amerika der 20'er Jahre und Evie vertritt mit Herzblut die Jugend dieser Zeit. Einerseits hat mich die Amüsiersucht total fasziniert, andererseits fand ich es ziemlich spaßig, das ganze mit den Geschichtsfakten in meinem Kopf abzugleichen und das zu ergänzen. Tut mir leid, Geschichtsleistungskurs :x Aber das war echt cool, weil es einem auf unauffällig die Situation zu dieser Zeit erklärt :)

Außerdem wird der historische Aspekt mit einer schönen Portion Geistern, Morden und Spannung versehen. Leider kam der Grusel durch die Sprecherin ein wenig abhanden, vor allem nachdem nach dem (wtf?) eigentlichen Highlight noch JEDE kleine angefangene Geschichte JEDES Charakters zu Ende erzählt wurde, insgesamt hatte ich aber doch Spaß beim Hören. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Sache mit den Divinern noch weiter entwickelt, denn deren Fähigkeiten kamen bei der Mordermittlung etwas zu kurz.


Titel: The Diviners: Aller Anfang ist Böse
Reihe: The Diviners 01 (Auftakt einer Tetralogie)
Autor: Libba Bray
Sprecher: Anja Stadtlober

Verlag: dtv Verlag
Hörbuchverlag: D>A<V
Preis: 19,99 € (Hörbuch)
Altersempfehlung: ab 14 Jahren (meine Empfehlung)

Hörbücher im Moment viel praktischer findet
MissDuncelbunt.

PS: Übrigens war die Deutsch-Klausur, in der ich mich lang und breit über mein Hörbuch-Verhalten ausgelassen habe, die erste, in der ich 15 Punkte bekommen habe *cooool* :D

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