Dienstag, 25. Februar 2014

Duncelbunte Gedanken - Freak City

Offiziell handelt es sich ja um das Label für Re-Reads und Buchgelaber. Bisher habe ich unter "Duncelbunte Gedanken" genau EIN Buch gere-readet (beklopptes Wort xD). Das wird heute geändert :)
FREAK CITY von Kathrin Schrocke 

Erwartet von mir jetzt nichts sachliches oder so, ich habe das Buch zum dritten Mal gelesen. Das sollte alles sagen xD Ich werde jetzt einfach aufzählen, was ich an diesem Buch mag :D

Alles in allem lässt es sich wohl mit "Realistisch" zusammen fassen. Ich erinnere mich nicht an ein Buch, was so realistisch war! Ich liebe die Autorin für ihre Darstellung der Jugendlichen in Freak City. Wenn da Klischees vorkommen, dann nicht als Verallgemeinerung, sondern als fester Bestandteil des Charakters der jeweiligen Figur. Zum Beispiel Mika, der ständig an Mädchen denkt und was man mit ihnen alles machen könnte. Ich meine - wie viele Jungen in der Pubertät tun das nicht? Dafür fällt das klischeehafte Streiten mit der Familie weg und wird durch eine Situation ersetzt, in der jedes Familienmitglied neu überlegen muss, wie es zu den anderen steht. Neben Spannungsmomenten gibt es auch Momente, in denen man sich gegenseitig hilft und füreinander da ist. So, wie das sicher bei den meisten der Familien ist.  

Auf dem nächsten Gebiet habe ich keine Ahnung, finde es aber trotzdem sehr nachvollziehbar dargestellt: Die Welt der Gehörlosen. Als Hörender kann man es sich nur in den seltensten Fällen vorstellen, wie das ist, wenn man nie Musik kennengelernt hat oder Gespräche nur aus sich bewegenden Mündern bestehen. Trotzdem bekommt man über die gehörlose Lea einen Einblick in die Welt der Tauben. Welche Probleme ihnen in einer größtenteils hörenden Umgebung begegnen, kann man sich ja noch ansatzweise vorstellen. Im Straßenverkehr hört man plötzlich auftauchende Autos nicht. 
Aber hättet ihr daran gedacht, dass man auch den Wasserhahn nicht hört und deswegen vergisst, ihn auszumachen? Und trotzdem erlebt man in "Freak City", dass viele Taube sogar stolz darauf sind, nichts zu hören.

Dritter Punkt: Ich habe gestern bei Starters kritisiert, dass Callie keinen Charakter hat. Mit ihr im Hintergrund erscheinen die Figuren in "Freak City" gleich noch besser :D Die Charaktere haben so gut wie alle ihre eigene Art, vor allem bei den Hauptpersonen Lea und Mika fällt auf, wie genau die Autorin hier mit Stärken und Schwächen gearbeitet hat. 
Mika zeigt zudem zusätzlich eine sehr authentische Charakterentwicklung. Vom liebeskummerkranken Couch-Potato arbeitet er sich zu einer Person hoch, die zu ihren Interessen steht und um das kämpft, was er liebt. Das tut er aber nicht einfach so, weil es schön zur Story passt, sondern weil er von äußeren Einflüssen dazu angestachelt wird, also auch aus einem nachvollziehbaren Grund heraus.

So, und jetzt bin ich still :D
Habt ihr auch so schönes Fast-Frühlingswetter? Wie nutzt ihr es? 
Auch von dieser Autorin

Schon wieder zu viel Schoki mampft
MissDuncelbunt.

Freak City
Quelle

Kommentare:

  1. Oh, das Buch ist mir neulich auch über den Weg gelaufen. Ich les mir jetzt vorsichtshalber nicht deine Meinung durch, die ersten Sätze klangen vielversprechend, das reicht mir. Jetzt muss ich nur noch irgendwie an das Buch kommen...

    LG Lulu

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    1. Wenn du magst, leih ichs dir :DD

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    2. Das dürfte schwierig werden :D Aber ich hab gerade gesehen, dass es das bei mir in der Bücherei gibt, also nix wie hin ;)

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Danke für deinen Kommentar ♥