Mittwoch, 8. Januar 2014

Rezension - Felipolis (ein... spezielles Buch)

Felipolis
Eine recht verwunderliche Frage von meinesgleichen: Was ist Geld? 

Jung, hübsch, reich - Francis ist hin und weg, als er die schöne Katzendame Domino trifft. Doch Domino ist in Gefahr: Seit sie ein enormes Vermögen geerbt hat, trachten ihr Katzen und Menschen nach dem Leben. Nur allzu gern springt Francis als Beschützer ein und kommt einer unglaublichen Geschichte auf die Spur, an deren Ende Felipolis steht. Ein geheimer Katzenstaat...

Das Cover ist komplett schwarz, bis auf die Augen vieler Katzen, die durch einen grünlichen Schimmer vom Hintergrund abgehoben sind. Passt! 
 
Francis, seines Zeichens selbstverliebter Theoretiker und Heißluftquatscher, wird von seinem Freund Blaubart dazu angestachelt, seinen Worten Taten folgen zu lassen, als in der Nähe eine Artgenossin die ganz große Kohle erbt. Der chronisch neugierige Kater will sich die Sache mal aus der Nähe anschauen und ist plötzlich näher, als ihm lieb ist. Mehr als einmal stellt er fest, dass es besser wäre, die Pfoten rauszuhalten, denn das Ganze hat größere Ausmaße, als angenommen und allmälich wächst die Sache mit dem Geld Francis über die Ohren. Wenn da nicht seine verfluchte Neugier wäre...
  
Ich konnte mich mit keinem der Charaktere so richtig identifizieren und das lag NICHT daran, dass es durchweg Katzen waren! Francis ist in seiner Funktion als Haupthandelnder arrogant, selbstüberschätzend und in seiner Intelligenz undurchschaubaren Einflüssen unterworfen - mal hat er kapitellang keinen Durchblick, um dann in dreiseitigem Monolog zu erklären, was Sache ist. Aber eines muss man anmerken: Er meint alles, was er sagt, auch genau so wie er es gesagt hat. 

Ich weiß ehrlich nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Neben der... speziellen Hauptperson ist auch die Handlung sehr... speziell. An der Logik kann man nicht meckern, sofern man geistig in der Lage dazu ist, den teilweise sehr... nicht speziellen! sondern komplexen Gedankengängen zu folgen. Was die ganze Sache ein biiiisschen erschweren könnte, ist die Tatsache dass das ganze Handlungskonstrukt sowas von an den Haaren herbeigezogen ist! Korruption und Menschen, die nicht das tun was sie versprechen, kennen wir ja alle.
Aber Katzen, die einerseits den Menschen als überholtes Prinzip durchschaut zu haben glauben und sich ständig darüber aufregen, was die Menschheit doch alles nicht auf die Reihe bekommt - wäre ja schön und gut, wenn sich nicht gerade DIESE KATZEN auf die ABSOLUTEN TIERLIEBE eines WELTKONZERNLEITERS VERLASSEN!!! Wie DÄMLICH MUSS MAN DENN SEIN??? Entschuldige bitte, aber die ach so schlauen Miezeschnuggis hätten sich gut selbst zusammenreimen können, dass KEINER! aus allerreinster Tierliebe handelt, wenn er die gottverdammte Weltherrschaft haben kann.
Abgesehen davon dachte ich mir mit Zunahme der gelesenen Seitenzahlen immer öfter WHAAAAAT?, denn die Handlung wurde zum Ende hin immer unglaubwürdiger.

Noch dazu der Klappentext - ganz ehrlich, ich hab doppelt so schnell begriffen, wie das alles zusammen hängt und welche Rolle Domino dabei spielt. Dank Klappentext-Spoiler wusste der Leser vor Francis, was mit dem epischen letzten Satz von Clint gemeint war und das hat doch so ein bisschen die Spannung genommen. Aber nur ein bisschen.

Zuletzt muss ich noch was ansprechen, was trotz dieser vielen WTF-Momente dafür gesorgt hat, dass ich gerade mal zwei Tage gebraucht habe, um "Felipolis" auszulesen. Nämlich dieser unfassbare Schreibstil. Irgendwie, ich weiß nicht wie, kriegte es der Autor auf die Reihe, mich so dermaßen ans Buch zu fesseln, dass ich trotz der merkwürdigen Grütze, die ich da gelesen habe, einfach nicht aufhören wollte!
Bis ich am Ende froh war, dass ich es heil überstanden habe...


Titel: Felipolis
Autor: Akif Pirincci

Verlag: Diana Verlag
Preis: 8,99 €

Altersempfehlung: ab 14 Jahre (meine Empfehlung)

Wie viel Intelligenz traut ihr Tieren und speziell Katzen zu? Denken sie ähnlich wie wir oder glaubt ihr an pure Instinkte?

Morgen stürzt sich in die Veranstaltungen vom Tag der offenen Hochschultür
MissDuncelbunt.



Kommentare:

  1. Ich denke schon, dass Tiere (Katzen eingeschlossen) eine gewisse Intelligenz besitzen, allerdings können sie Konsequenzen und Folgen ihres Handelns nicht einberechnen. Ich glaube, dass sie schon denken, aber eben nicht so komplex und dass sie sehr von ihren Instinkten beeinflusst werden.

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Das ist eine schöne Erklärung, die gefällt mir :)

      Liebe Grüße ;)

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  2. Antwort zur Leserfrage:

    Japp, in Büchern werden Wünsche wahr (:
    Und man kann auch immer wieder etwas dazu lernen, was man selbst gebrauchen kann! Sei es nur eine Formulierung (in Sachen Schreiben) oder eine Tat, die man im Alltag umsetzen kann!

    viele liebe Knuddelgrüße
    Ich (Jaci)

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  3. Das stimmt, obwohl ich selber, wenn ich mich richtig erinnere, noch nie eine Tat aus einem Buch im Alltag umgesetzt habe... glaube ich... bin mir nicht sicher :D

    Liebe Grüße ;)

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Danke für deinen Kommentar ♥