Mittwoch, 7. August 2013

Lauf des Lebens

Tick.
Tack.
Tick.
Tack.

Hinter ihr joggt die Küchenuhr ihre Runden über das Ziffernblatt. Sie hasst das Geräusch. Es ist beständig, immer gleich und trotzdem erklärt es ihr mit jedem Tick, dass sie einen weiteren Schritt, eine weitere Sekunde näher am Tod ist.

Man denkt am besten gar nicht über diese Schritte nach. War das gut, war das schlecht? Zu großer, kleiner Schritt? War das überhaupt nötig?
Nein, war es nicht!
Es ist sinnlos, darüber nachzudenken, denn die Schritte sind getan, man steht an einem neuen Ort und kommt nicht mehr zurück. Die Tür ist zu. Vielleicht hat man sich gestoßen, ist über einen Stein gestolpert und hingefallen. Es gibt blaue Flecke, Schrammen und Knochenbrüche. 

Aber die Wunden könne geheilt werden, indem man zurück geht und bei einem zweiten Versuch um das Hindernis herum läuft.
Alles, was man tun kann, ist ein Pflaster drauf zu kleben und weiter zu gehen.

Ein Pflaster holen geht
Miss Duncelbunt.


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