Montag, 5. August 2013

Interview mit Martha Sophie Marcus

Durch ein Gewinnspiel hat sich eine Frage-Antwort-Runde mit Martha Sophie Marcus ergeben.


Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, verbrachte ihre Kindheit mit vielen Tieren und viel Freiheit zwischen Kleinstadt und Landleben. Sie studierte in Hannover Germanistik, Soziologie und Pädagogik und lebte anschließend zwei Jahre in Cambridge, UK.
Heute wohnt sie mit ihrer Familie in Lüneburg. Mit „Herrin wider Willen“, einer Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg, legte sie ihren ersten Roman vor, dem bald weitere folgten. Ein Leben ohne Schreiben kann sie sich nicht mehr vorstellen.


Neben historischen Romanen verfasst sie auch Kinderbücher und arbeitet aktuell an einem Frauenroman in der Gegenwart. Das brachte mich auf die Frage, wie es denn zu einer solch ungewöhnlichen Kombination kam.


"Meine Interessen sind weit gefächert. Deshalb bin ich doppelt froh, beim Schreiben nicht festgelegt zu sein. Der historische Roman ist ganz klar eine meiner großen Leidenschaften, weil die Vergangenheit mich extrem fasziniert.
Aber schon als Kind hat mir Lesen viel bedeutet, und noch vor dem ersten historischen Roman habe ich schon kleine Geschichten für meine eigenen Kinder geschrieben.
Zur Zeit arbeite ich übrigens an einem Frauenroman, der in der Gegenwart spielt. Das ist eine neue Herausforderung und eine wunderbare Abwechslung."

Dann habe ich ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass ihre historischen Romane alle in der Zeit zwischen 9. und 17. Jahrhundert spielen. Gibt es dafür einen Grund?


"Mein Interesse an der Vergangenheit ist tatsächlich nicht auf die Jahrhunderte beschränkt, über die ich bisher geschrieben habe. Die ein oder andere Epoche spricht mich vielleicht etwas weniger an. Wie z.B. die Zeit der alten Römer und Griechen, zu ich bisher nicht den richtigen Zugang gefunden habe.
Beim Schreiben von Romanen ist es allerdings nicht mit dem eigenen Interesse und dem Willen zum Erforschen einer Epoche getan - man muss auch einen Verlag finden, der glaubt, dass dieses Interesse von ausreichend Lesern geteilt wird, damit es sich lohnt, ein Buch herauszubringen. Und für die entferntere Vergangenheit scheinen sich viel weniger Leser zu interessieren."

Das finde ich persönlich etwas schade. Aber erstmal interessierte mich, wie sie beim Recherchieren eigentlich vorgeht. Da ich wohl nicht die Einzige war, die danach fragte, hat Frau Marcus den Anlass genutzt und eine Seite zu ihrem Blog hinzugefügt. 

Kurz zusammengefasst: Sie liest sehr viel, hauptsächlich Sach- und Fachbücher. An Originaltexte wagt sie sich eher selten. Wenn es möglich und sinnvoll erscheint, besucht sie die Orte, die in der Geschichte vorkommen sollen oder besucht Freilichtmuseen. Dinge wie Falknern oder Bogenschießen probiert sie auch selbst aus.

Das klingt aufwendig und, für mich als Vertreter der Faulheit, auch anstrengend. Sieht Frau Marcus das auch so?


"Was das anstrengende Recherchieren betrifft, nervt es mich manchmal, wenn ich über politische Zusammenhänge lese, die sich als ungeheuer kompliziert herausstellen. Das muss ich dann zwar selbst genau verstehen, aber für den Roman stark vereinfachen, weil ich es im Zusammenhang einer spannenden Handlung sowieso nicht so exakt darstellen kann."

Das stelle ich mir in der Tat etwas nervig vor, aber es ist nun mal nötig. Und wer mehr von Martha Sophie Marcus wissen will:

Ihre Website
Ihr Blog 
Auf Amazon

Die Leseprobe von "Elsterherz und Rabenseele" empfiehlt
Miss Duncelbunt.

Quelle: http://1.bp.blogspot.com/-r09HSW863L8/TZGjGOhJ_AI/AAAAAAAAAJI/82HDx1qoI5Y/s320/MarthaundNero.jpg

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